
Die Beflaggung – Zeichen der Verbundenheit mit Tirol
Das Hissen der Tiroler Landesfahne gehört für uns zu den selbstverständlichen Zeichen der Verbundenheit mit unserer Heimat. Es ist Ausdruck der Freude an festlichen Tagen und zugleich ein sichtbares Bekenntnis zu Tirol.
Im Jahreslauf gibt es besondere Tage, an denen es Tradition ist, die Fahne zu hissen:
In manchen Gemeinden werden die Feste, wie z.B. Sebastiani oder die Erstkommunion, an einem anderen Sonntag gefeiert. Dann wird die Fahne am jeweiligen Festtag gehisst.
Die Fahne wird bei Sonnenaufgang aufgezogen und bei Sonnenuntergang wieder eingeholt. Aus Bequemlichkeit mehrere Tage hängen zu lassen oder bereits am Vortag aufzuhängen, entspricht nicht der Tradition.
Die Tiroler Landesfarben sind Weiß‑Rot. Wenn die Fahne an einer Wand oder am Rednerpult angebracht wird, gilt: Von der Sicht des Publikums aus muss die zuerst genannte Farbe (Weiß) links erscheinen.
Die Ehrensalve – Das Gewehr als Zeichen von Frieden und Verantwortung
Das Gewehr des Tiroler Schützen ist heute keine Waffe im kriegerischen Sinn. Es ist ein Paradegewehr – getragen nicht zum Kampf, sondern als sichtbares Zeichen historischer Verantwortung. Es erinnert an eine Zeit, in der die Menschen ihre Heimat selbst schützen mussten. Heute steht es für Verantwortung, Standhaftigkeit und die Bereitschaft, für Würde, Freiheit und Gerechtigkeit einzutreten.
Für uns ist es ein Symbol dafür, dass Frieden nicht Gleichgültigkeit bedeutet, sondern Haltung.
Die Ehrensalve – ein Gruß in Achtung und Frieden
Das Abfeuern einer Ehrensalve (General-de-Charge) ist die höchste Ehrbezeugung, die Schützen und Militärs vergeben können. Nach alten Regeln wird sie nur zu bestimmten Anlässen abgegeben:
Bei Geburtstagen, Hochzeiten, Jubiläen oder ähnlichen Anlässen ist die Ehrensalve als ernste Ehrerbietung nicht erlaubt. Zum Zeichen der Freude wird in Tirol stattdessen geböllert.